inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten Google+ Facebook
nicht lieferbar
Mehr zu Kaffee aus Indien

Monsooned Malabar - ganze Bohne

Land: Indien
Plantage: Verschiedene
Anbauhöhe: 1050 bis 1200 m
Bohne: Arabica
Koffein: Standard
Aroma: Mild
Säure: Wenig
Körper: Mittel
Aufbereitung: „monsooned“

Erste Geschmackseinschätzung

Der Monsooned Malabar ist eine eher durch Zufall entdeckte Spezialität, die für Ihren eigentümlichen und vor allem besonders milden Geschmack geschätzt wird.

Bei der Zubereitung ist darauf zu achten, dass die Kaffee-Krümel etwas länger als üblich benötigen, um sich am Tassenboden abzusetzen. Besonders Ungeduldigen raten wir daher, bei diesem Kaffee einen Filter zu verwenden (bitte keinen Papierfilter).

Jetzt sind Sie dran!

Wir halten grundsätzlich nicht viel davon, einen Kaffee zu ausführlich nach unserem subjektiven Empfinden vorzustellen. Zu unterschiedlich ist das individuelle Geschmacksempfinden.

Erfahren Sie mehr über die geschmackliche Vielfalt von Kaffee und entwickeln Sie Ihre persönliche Aromadatenbank.

Mehr zum Monsooned Malabar-Kaffee

Der „monsooned“ Kaffee ist ein klassisches Beispiel, wie durch Zufall neue Kaffeespezialitäten entdeckt werden. Ursprünglich erfolgte der Kaffeetransport mit Segelschiffen und nahm entsprechend viel Zeit zu den Verbraucherländern in Europa in Anspruch. Der klimatische Unterschied zwischen den Kontinenten bewirkte eine Veränderung von Farbe, Größe und Geschmack des Kaffees. Die Charakteristika dieses „Defekts“ erfreute sich bei einigen Kaffeetrinkern so großer Beliebtheit, dass die Luftzirkulation Monsun mittlerweile von den Kaffeebauern in Indien gezielt für die Herstellung dieses Spezialitätenkaffees eingesetzt wird.

Die Region Malabar an der Westküste Indiens ist die Heimat des traditionellen Verfahren des „monsooning“-Verfahrens. Das feuchte Monsunklima bewirkt die gleichen Veränderungen wie die ursprünglich lange Reise nach Europa. Durch die Feuchtigkeitsaufnahme der Bohnen entsteht ihr besonderer Geschmack und Geruch. Das Ergebnis ist ein einzigartiges weiches und säurearmes Kaffeeerlebnis.

Zunächst werden die gereiften Kaffeekirschen nach der Ernte verlesen und solange sorgfältig getrocknet, bis das „Klappern“ der Bohnen deutlich wahrnehmbar ist. In den sogenannten Schälfabriken entsteht dann der „monsooned“ Kaffee. In kleinen Trockenhäuschen werden Schichten von bis zu 15 cm auf gut belüfteten Zementböden aufgetragen. So wird der Kaffee dem heiß-feuchten Klima ausgesetzt. Mit zunehmender Feuchtigkeit schwellen die Kaffeebohnen an und erhöhen Ihren Feuchtigkeitsgehalt von 12 bis 14 % auf etwas 16 bis 20 %. Gleichzeitig wechselt ihre Farbe in das charakteristische Strohbraune bis Gelbliche.

Locker befüllte und mit ausreichend Abstand zueinander befüllte Jutesäcke ermöglichen eine bessere Zirkulation des Monsun, was die Entwicklung eines gleichmäßigen Feuchtigkeitsgehalts in allen Bohnen unterstützt. Eine regelmäßiges Umfüllen in frische Jutesäcke verhindert die Bildung von Schimmelpilzen und sorgt für einen gleichmäßigen „monsooning“-Effekt. Insgesamt dauert diese spezielle Aufbereitung des „monsooned“ Kaffees etwa 8 bis 10 Wochen.

Zur Sicherstellung der bestmöglichen Qualität werden abschließend fehlerhafte Bohnen per Hand aussortiert.

 

von Florian Schmid-Lindner

Weitere Kaffeesorten